Leider gibt es noch keine Videos vom Urknall in Luzern, nur einen Presseartikel:
Die Luzerner Fasnacht startete Punkt 5 Uhr mit einem dreifachen ohrenbetäubenden Urknall, begleitet von einem Feuerwerk über dem Seebecken. 12 000 Menschen verfolgten dichtgedrängt das Spektakel - 2000 mehr als im Vorjahr. Nach Feststellungen der Polizei waren dieses Jahr mehr alkoholisierte Jugendliche anzutreffen als 2007.
Auf den Strassen von Rio de Janeiro haben trotz starken Regens Tausende mit den Karnevalsfeiern begonnen. Bei Umzügen von Musikgruppen versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 20 000 Menschen, um zu tanzen und zu singen.
Die Fasnachtszeit ist die Zeit des Fettgebackenen. Vom Fett (Schmalz oder Schmotz/Schmutz) hat der «Schmutzige Donnerstag» seinen Namen. Bei uns in der Schweiz sind am beliebtesten unter den fasnächtlichen Schmalzgebäcken die Fasnachtschüechli (auch Knieplätze, Chneublätze usw. genannt), die es seit Anfang des Jahres in der Migros, im Coop und in vielen Bäckereien gibt.
Die Fasnacht hat ihre Wurzeln im Brauchtum des christlichen Mittelalters. Vor Beginn der Fastenzeit liess man noch einmal tüchtig «die Sau raus», danach war für 6 Wochen Schluss mit fleischlichen Genüssen. Heute hält sich praktisch niemand mehr an die christlichen Fastengebote, aber das tut der Fasnacht keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: die Fasnacht boomt wie nie zuvor. In Süddeutschland sollen seit den 1990er-Jahren mehr als tausend Fasnachtszünfte neu gegründet worden sein, und auch in stramm protestantischen Schweizer Städten, allen voran Bern und Zürich, wird wieder Fasnacht gefeiert, nachdem der Brauch jahrhundertelang abgeschafft war.
Warum greift zu Beginn des 21. Jahhundert das Fasnachtsfieber um sich?
Volkskundler wie der Freiburger Fasnachtsexperte Werner Mezger erklären diese rasante Entwicklung mit dem Bedürfnis der Menschen nach festen Bräuchen und Bezügen in einer Zeit der Globalisierung und Anonymisierung. Die Popularität und das starke Anwachsen in den letzten zehn Jahren führt Mezger auf den Einfluss des Fernsehens zurück, dass mit seinen Übertragungen der Narrentreffen vielen Leuten Lust gemacht habe, selbst aktiv zu werden, sich in einer Zunft zu organisieren und eigene Fasnachtsfiguren nach bekannten Vorbildern zu entwickeln. Und so bevölkern in der Zeit von Dreikönig bis zum Aschermittwoch immer mehr Hexen, "Wilde Männer" und die unterschiedlichsten Narrenfiguren die Straßen und Plätze im Südwesten.
Seit Montag läuft in Basel das Charivari im Volkshaus. Dieses Jahr unter dem Motto «Drey Dääg schreeg» mit den Comedians René Rindlisbacher und Sven Furrer.
Im deutschen Bad Waldsee findet am Samstag, 19. Januar, und Sonntag, 20. Januar, das Grosse Narrentreffen 2008 der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte statt. Die Hotels in Bad Waldsee sind bereits ausgebucht.
Wohin mit den vielen Fotos, die man an der Fasnacht schiesst? Per E-Mail verschicken ist völlig out. Heutzutage gibt es ja spezialisierte Online-Plattformen, auf die man die Fotos hochladen kann.